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Ein Spaziergang an der Küste

02/05/2022
Majorcan coast

Die Wanderung (oder das Rennen für die ganz Aktiven) beginnt an einem unserer Hotels in Cala d'Or in Mallorca. Gehen Sie in Richtung Cala sa Nau bis zum Radweg (wenn Sie von Sa Marina kommen, nehmen Sie den Radweg im Kreisverkehr am Ortseingang von Cala d'Or neben der Cepsa-Tankstelle). Von den übrigen Hotels aus nehmen Sie die Straße s'Espalmador und bleiben auf dieser Straße bis Sie den Anfang des Radwegs erreichen, der Sie zum Weg Cala Sa Nau / Cala Mitjana führt.

Biegen Sie nach ca. 1 km rechts auf einen unbefestigten Weg in Richtung Cala Mitjana ab (Autos sind hier nicht erlaubt). Dieser Weg führt direkt in die Bucht. Dort haben Sie die Möglichkeit, eine kurze Pause einzulegen und die außergewöhnliche Schönheit der Landschaft zu genießen. Im Sommer ist ein „capfico“ (ein Bad im Meer) ein absolutes Muss, aber auch im Winter kann kurz baden gehen. Schwimmbegeisterte werden der Anziehungskraft des türkisfarbenen Wassers erliegen und bestimmt am liebsten sofort ins Wasser springen. Wenn Sie noch nie in kaltem Wasser geschwommen sind, empfehlen wir Ihnen, es einmal zu versuchen. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis.

 

Woman swimming in the sea

 

Wussten Sie, dass Schwimmen glücklich macht? Das entspannende Gefühl des Wassers auf unserem Körper baut Stress ab und setzt Endorphine frei, die unser Wohlbefinden verbessern. Lassen Sie also Ihre Sorgen hinter sich und tauchen Sie ein in eines der transparentesten Meere der Welt.

 

Nach diesem Moment der Ruhe und Entspannung geht es weiter in Richtung Es Puntàs und Es Cossi, zwei herrliche Orte entlang dieser Küste, die Sie in Erstaunen versetzen werden. Nehmen Sie einen kleinen gepflasterten Weg, der links parallel der Bucht verläuft (meiden Sie die asphaltierte Straße, da es sich um ein Privatgelände handelt und man Sie zurechtweisen könnte).

 

Der nächste Abschnitt führt über die Felsen (dies kann etwas unbequem sein, daher empfehlen wir, Turnschuhe mit dicker Sohle oder Wanderschuhe zu tragen) in östlicher Richtung, bis Sie das beeindruckende Loch in der Felswand von Es Puntàs sehen, einen besonders bei Kletterern sehr beliebten Ort. Dieser Küstenabschnitt zwischen Cala Serena und Cala Sa Nau ist einer der besten Plätze für Psicobloc, das auch Deep Water Soloing (Free-Solo-Klettern) genannt wird. Im Frühling und Sommer kann man viele Leute dabei beobachten, wie sie diesen Sport praktizieren. Junge Fans dieses Extremsports kommen sogar aus den Vereinigten Staaten und Australien, um diese sehr gefährliche Art des Freeclimbings zu betreiben, die schon mehrere Todesopfer gefordert hat. Der Pionier und Namensgeber dieser Sportart war der Mallorquiner Miquel Riera. Er machte diese Art des Kletterns in seinem Bekanntenkreis auf der ganzen Welt zum Trend. Die mallorquinische Popgruppe Antònia Font hat ihm ein Lied gewidmet. 

 

Woman practicing psicoblock

 

Auf der Insel gibt es sehr gute Kletterschulen, wenn Sie in diese aufregende Welt hineinschnuppern oder Ihre Technik verbessern möchten, um in dieser einmalig schönen Naturlandschaft zu klettern. Wir empfehlen Ihnen, nicht alleine zu klettern und immer jemanden wissen zu lassen, wo Sie klettern werden und alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Mallorca ist ein Paradies für Abenteuersportarten wie Tauchen, Kajakfahren, Höhlentrekking, Schnorcheln und Klettern...

 

Geologie

Diese Küste wurde von Karstplattformen gebildet, die im Tertiär, also vor etwa 10 Millionen Jahren, unter dem Meer entstanden sind. Entlang der niedrigen, stufenförmigen Klippen hat die Meereserosion Bereiche mit glattem, vom Meerwasser bedecktem Gestein gebildet.

Das Gebiet in der Nähe von Cala Sa Nau hat eine fast mondähnliche Landschaft mit großen Formationen aus Marés-Sandstein

(uralte Mangrovensümpfe), die Fossilien von Muscheln und anderen in der Zeit gefangenen Lebewesen aufweisen.

 

Mallorca beach

 

Flora

Obwohl die Küste in den Wintermonaten von schweren Stürmen aus dem Osten heimgesucht wird und die Lebensbedingungen für die Pflanzen aufgrund des Salzgehalts der Umgebung sehr schwierig sind, kann man hier echte Überlebenskünstler wie Salpeter, Meerfenchel, Wacholderbäume (einer der einheimischen Bäume, der am widerstandsfähigsten gegen das von den Oststürmen aufgewirbelte Salz ist) und einige niedrige Kiefern finden, die an japanische Bonsais erinnern, weil Wind und Salzwasser ihr Wachstum hemmen und sie zu ungewöhnlichen Formen verdrehen.

 

Typical plant of the Mallorca coast

 

Fauna

Naturliebhabern empfehlen wir, ein Fernglas mit auf die Wanderung zu nehmen. Sie können den Flug des Kormorans (Phalacrocoracide), der immer wieder in die Felsspalten hineinfliegt, den farbenprächtigen Bienenfresser (Merops apiaster) und den majestätischen Eleonorenfalken bestaunen (Falco eleonorae) sowie dem Gesang der Blaumerle (Monticola solitarius) lauschen.

Der Spaziergang führt über bewirtschaftete Felder und durch Kiefernwälder, wo Sie mit ein bisschen Glück Rothühner (Alectoris rufa), Wiedehopfe (Upupa epopos), Stieglitze (Carduelis carduelis), Rotmilane (Milvus milvus) und Kohlmeisen (Parus major) sehen können. Einige der Zugvogelarten kann man allerdings nur in bestimmten Monaten beobachten.

Wenn Sie Glück haben, können Sie bei ruhiger See sogar Delfine sehen (ganz früh am Morgen oder am späten Nachmittag).

 

Tipical animal of the Mallorca coast

 

Ortsnamen

Einige interessante Sehenswürdigkeiten sind Es Cossi, Es Puntàs, Sa Cova de Cala Sa Nau und Forat d'en Mengo. Letzteres ist nur vom Meer aus zu sehen, wofür sich eine Kajaktour sehr empfiehlt. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei unserem Abenteuersport-Partner marimonte-online.com.

 

Weiter geht es dann in Richtung Cala sa Nau, wobei man Es Puntàs mit seinem majestätischen Fenster zum offenen Meer rechts liegen lässt, um bald schon Cala sa Nau im Hintergrund zu sehen. Gehen Sie nah am Meer entlang über die Felsen. Wir empfehlen Ihnen, der roten Spur zu folgen, die andere Wanderer auf den Felsen hinterlassen haben (wenn Sie von diesem Weg abweichen, werden die Felsen sehr scharf und das Gehen wird sehr unbequem). 

Auf der Wanderung erwartet Sie noch eine Überraschung, die Sie direkt in die prähistorische Zeit unserer Insel zurückversetzt, denn in Cala Sa Nau können Sie die Hypogäen (Grabhöhlen) besichtigen. Die Archäologen sind sich nicht einig darüber, wann genau sie entstanden sind, aber es scheint, dass sie aus der prätalayotischen Zeit stammen (zwischen dem 3. und dem Ende des 2. Jahrtausends v. Chr.). Prätalayotische Periode heißt die Zeit der ersten kulturellen Äußerungen der prähistorischen Gesellschaft auf den Gymnesischen Inseln (wie Mallorca und Menorca vor der römischen Eroberung genannt wurden). Die Grabkammern befinden sich gleich am Ende des Weges zu Ihrer Linken.

 

Nun können Sie ein letztes Bad im Wasser der Bucht oder ein Sonnenbad auf dem warmen Sand genießen und sich einige Momente purer Entspannung gönnen. Es ist jedoch ratsam, die heißesten Monate des Jahres und die Mittagszeit zu meiden. Die Strecke ist ideal für Wanderungen zwischen Oktober und Mai und dann am besten am Vormittag.

 

Der Rückweg ist ganz einfach und erfolgt über einen asphaltierten Weg in Richtung Cala Ferrera-Cala d'Or und ab dort in umgekehrter Richtung auf dem gleichen Weg zurück, auf dem Sie gekommen sind. 

 

Viel Spaß beim Wandern! Und denken Sie daran, die Natur so zu verlassen, wie Sie sie vorgefunden haben! Nehmen Sie Ihre Abfälle im Rucksack mit nach Hause.

Eine musikalische Empfehlung für die Wanderung: Antònia Font „Un Minut Estroboscòpica“.

 

Blog

Entdecken Sie die Vorgeschichte Mallorcas in Closos de Can Gaià
19/08/2022
Entdecken Sie die Vorgeschichte Mallorcas in Closos de Can Gaià
“Closos de Can Gaià” ist ein hervorragendes Beispiel für eine prähistorische archäologische Fundstätte auf Mallorca und befindet sich ganz in der Nähe von Portocolom, einem alten Fischereihafen, der sich den ganzen Reiz seiner Fischertradition bewahrt hat. Sie ist nur wenige Meter von Buchten und Naturlandschaften entfernt, die zum Genuss des Mittelmeers einladen und auch bis Cala d'Or und Ihrem Inturotel-Hotel sind es nur wenige Kilometer.   Prähistorische archäologische Fundstätte auf Mallorca Hier kann man eine kleine Siedlung aus der Zeit zwischen 2000 und 700 v. Chr. entdecken, in der heute noch bis zu 5 vorgeschichtliche Großsteinbauten (Naveta-Häuser) erhalten sind, wobei die Siedlung ursprünglich jedoch aus mehr als zehn Häusern bestand. Ihren Namen verdanken sie ihrer charakteristischen Form, die an den Kiel eines umgedrehten Bootes erinnert. Aber was genau waren diese Navetas und wozu dienten sie? Navetas oder Navetiforme waren die Bauten jener Gemeinschaften, die während der Bronzezeit auf den Balearen lebten. Es handelte sich hierbei um Gebäude aus Trockenstein, die ohne Mörtel, mit einem Dach aus Reisig, Ästen und gepresstem Lehm errichtet wurden und einen länglichen, hufeisenförmigen Grundriss aufwiesen.     Wer lebte in diesen Häusern? Dies ist vielleicht eine der kompliziertesten Fragen, die es zu beantworten gilt, da wir es mit Behausungen zu tun haben, die vor Tausenden von Jahren gebaut wurden und in einigen Fällen mehr als sieben Jahrhunderte bewohnt waren. So gehen wir heute davon aus,  dass in jedem von ihnen eine sogenannte „Haus- oder Wohngruppe“ lebte, das heißt, Menschen, die einen gemeinsamen Raum teilten, in dem sie ihre täglichen Aufgaben (Schlafen, Essen, Arbeiten...) verrichteten, jedoch nicht unbedingt eine Familie bildeten, wie wir sie heute verstehen, sprich, sie hauptsächlich durch verwandtschaftliche Bindungen verbunden waren.   Und wie sah das Leben in einem Dorf vor 3000 Jahren aus? Sicherlich anders als heute, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass es schlechter war. Hier müssen wir unsere archäologische Vorstellungskraft bemühen, die sich auf die große Menge wissenschaftlicher Daten stützt, die in fast 100 Jahren archäologischer Forschung gewonnen wurden. Wir befinden uns auf einer viel spärlicher besiedelten, weniger bebauten Insel Mallorca, wo diese Navetas fast die einzigen Monumente waren, die in einer Landschaft hervorstachen, in der sich geschlossene Waldgebiete mit weitläufigen Bereichen des Getreideanbaus sowie Viehweiden in der Nähe der Siedlungen zu einer mosaikartigen Landschaft zusammenfügten.     Was kann man in der archäologischen Fundstätte Closos besichtigen? Diese archäologische Fundstätte ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt ist frei. Auf einem selbstgeführten Rundgang erfährt man, wie die prähistorischen Gemeinschaften Mallorcas vor 3000 Jahren lebten. Zudem wurde auch eine Nachbildung der vorgeschichtlichen Pflanzenlandschaft geschaffen, dank der man die Umwelt der Vergangenheit sowie die Beziehungen dieser Gesellschaften zur Natur erkunden kann. Schließlich gibt es auch noch einen prähistorischen und archäologischen Bereich für Kinder, in dem sich die Kleinen austoben können, sowie bequeme Picknicktische, an denen man sich ausruhen und stärken kann.   Geführte Aktivitäten zur Erforschung der historischen Gegebenheiten auf Mallorca Den Besuch der archäologischen Fundstätte kann man mit einer Vielzahl von Aktivitäten für alle Altersgruppen ergänzen. Möchten Sie an einer Führung mit den vor Ort tätigen Archäologen teilnehmen oder lieber lernen, wie man eine Schleuder schießt oder eine Bronzeaxt wie in prähistorischen Zeiten anfertigt? Sie haben sogar die Möglichkeit, für einen Tag zum Archäologen/in zu werden und bei den archäologischen Ausgrabungen mitzumachen. Wenn Sie eine dieser Optionen interessiert, setzen Sie sich vorab mit uns über unsere sozialen Netzwerke (@ProjecteClosos) oder per E-Mail clososgaia@hotmail.com in Verbindung. Die Fundstätte Closos wird von Projecte Closos verwaltet, eine gemeinsam von der Gemeindeverwaltung Felanitx und der Universität der Balearen (UIB) durchgeführte Initiative, die 1996 mit dem Ziel gegründet wurde, der mallorquinischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts die Bedeutung des archäologischen Erbes der Insel zugänglich zu machen. Mit Unterstützung der Öffentlichkeit widmen wir uns dem Schutz, der Erforschung und der Bekanntmachung dieser archäologischen Fundstätte, um sie in kultureller, ökologischer und menschlicher Hinsicht zu einem Zentrum nachhaltiger lokaler Entwicklung zu machen.     Runden Sie Ihren historischen Besuch mit einer schönen Fahrradtour ab Nutzen Sie Ihren Besuch der archäologischen Fundstätte für einen schönen Fahrradausflug und genießen Sie die herrliche Landschaft entlang des Weges. Im Inturotel-Resort erwartet Sie das Team von Marimonte Mallorca und stattet Sie mit der gesamten, für Ihre Tour notwendigen Ausrüstung aus. Die archäologische Fundstätte befindet sich rund 8,5 Kilometer von unserem Resort entfernt, weshalb Sie Ihr Ziel gemütlich in rund 45 Minuten über die Straße von Can Marines nach Sa Vileta (die ersten Häuser von S'Horta) und dann über die Straße nach Cala Marçal in Richtung Portocolom erreichen. Auf dem Rückweg empfehlen wir Ihnen, durch „Els Horts“ (die Obstgärten von S'Horta) zu fahren, von wo aus Sie einen herrlichen Blick auf die Felsenburg von Santueri haben. Die Ursprünglichkeit der Landschaft und der hier lebenden Menschen werden sie verzaubern und in ihren Bann ziehen.   Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch auf Mallorca mit Inturotel den Besuch eines einzigartigen prähistorischen Freilichtmuseums nicht entgehen!  
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